Kapstadt: Liebe auf den ersten Blick

Kapstadt: Liebe auf den ersten Blick

Eingetragen bei: Afrika, Südafrika | 0
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Kapstadt und ich, das war Liebe auf den ersten Blick. Schon beim Einfahren nach Kapstadt hat uns der Tafelberg mit einer wallenden Tischdecke aus bauschigen Wolken begrüßt. Das warme Licht, das in Südafrika so ganz anders zu sein scheint, hat alles in einen goldenen Schimmer gehüllt.

Kapstadt und Umgebung: Meine Highlights

#Township Tour

Lange haben wir überlegt. Sollen wir so eine Tour durch ein Township machen? Ist das nicht komisch, wenn wir die ärmsten der Armen mit Kamera bewaffnet besuchen? Wie sollen wir uns dort verhalten? Was erwartet uns? Zu guter Letzt hat die Neugier gesiegt.

Relativ spontan haben wir am Ende unseres Aufenthalts in Kapstadt eine Tour durch eines der ältesten Townships Südfrika, Langa, gebucht. Den Treffpunkt mit unserem Guide vereinbarten wir via Email. Wir hatten anfangs ein etwas mulmiges Gefühl mit unserem Auto ins Township zu fahren. Aber ab ersten Sekunde als wir dort eintrafen, waren alle Vorbehalte vergessen und zerstreut. Wir wurden herzlich begrüßt, fast schon so als ob wir alte Freunde wären. In einem kleinen Start-Up Coffee Shop ga es erst mal eine Stärkung und dann ging die Tour auch schon los.

Für euren Besuch im im Township empfehle ich euch unbedingt einen einheimischen Guide zu buchen. Er kennt die Geschichte des Townships, die interssantesten Orte, die gefährlichsten Ecken, die spannensten Menschen und kann eure Fragen aus erster Hand beantworten.

Uns hat die Tour einen sehr wichtigen Blick auf „die andere Seite“ Südafrikas gezeigt. Ich würde diese Erfahrung keinesfalls missen wollen.

Fakten zur Townshiptour

Die Tour hat rund 30 Euro pro Person gekostet. Das Geld kommt direkt der Community zugute. Die Tour hat in unserem Fall rund 3 Stunden gedauert. Es gibt aber auch noch längere Touren durch die Townships Kapstadt.

 

 

 

#Kap der guten Hoffnung

Ans Kap der guten Hoffnung kann man entweder mit einer geführten Tour von Kapstadt aus fahren oder man macht sich selbst mit seinem Mietauto auf den Weg. Wir haben uns für das Mietauto entschieden. Am besten plant man für einen Ausflug einen ganzen Tag ein. Ein Besuch bei den Pinguinen von Simons Town und eine Fahrt über den Chapmans Peack Drive lässt sich super mit einem Ausflug ans Kap kombinieren.

Obligatorisches „Good Hope“ Foto – und ja eswar etwas windig 🙂

 

Von Kapstadt sind es knapp zwei Stunden bis zum Eingang in den Table Mountain Nationalpark. Hier wird das Kennzeichnen notiert und man zahlt die Eintrittsgebühr. Beachtet, dass ihr den Park bis um 5 bzw. 6 Uhr abends (je nach Jahreszeit) wieder verlassen müsst. Plant also genügend Zeit ein. Vom Gate ist es dann noch mal ein Stück bis zum Kap der Guten Hoffnung. Wir haben für dieses „kurze Stück“ eine ganze Weile gebraucht, da wir von der unglaublichen Natur zu mehreren Stopps verleitet wurden.

Für alle die länger im Park bleiben wollen, es gibt auch Übernachtungsmöglichkeiten direkt im Park.

Man erhält mit der Eintrittsgebühr eine Karte für den Nationalpark. Wir sind dann einfach gemütlich die Straßen abgefahren. Die Landschaft und die Ausblicke die sich einem bieten sind unbeschreiblich. Immer wieder kreuzen auch Affen den Weg. Am Kap der guten Hoffnung ist uns sogar ein Vogelstrauß begegnet.

 

 

#Simon´s Town: Die Pinguine von Bolders Beach

Vor ca. 35 Jahren hat ein afrikanisches Brillenpingunpärchen beschlossen, dass der Boulder Beach ein schönes Fleckchen Erde ist und hat sich in der Flase Bay dauerhaft niedergelassen. Aus ein paar Pinguinen wurden rund 3.000 Pinguine. Und so ist Simon´s Town um eine Attraktion reicher.

Eintrittspreis: ~5 Euro pro Person

Wo parkt ihr am Besten?

Gleich nebenan gibt es einen Parkplatz, der auf südafrikanische Weise überwacht wird (man gibt ein paar Rand einem „selbsternannten“ Parkplatzwächter und der kümmert sich um alles).

 

 

#Chapmans Peak Drive

 

Der Chapmans Peak Drive ist die Straße mit dem höchsten WOW Effekt die ich jemals gefahren bin. Von Hout Bay bis Noordhoek Beach zieht sich, diese in den Felsen gehauene Straße, rund um den Chapmans Peak. Unzählige Parkbuchten laden zum Staunen und Ausblick genießen ein.

Wir sind die Straße einmal hin und einmal retour gefahren. Wir konnten einfach nicht anders.

Infos zu den Mautpreisen, Öffnungszeiten und Straßenöffnungen findet ihr hier.

 

#Kapstadt Waterfront

Wie fast überall an der Küste Südafrikas gibt es auch in Kapstadt eine schöne Waterfront. Hier finden sich eine Vielzahl an netten Restaurants, sowie ein toller Markt auf dem alle Foodies voll auf ihre Kosten kommen.

Die Fähre nach Robben Island legt ebenso von der Waterfront ab, aber auch Helikopterflüge könnt ihr hier buchen. Die Helikopterflüge sind in Kapstadt im Übrigen verhältnismäßig, mit rund 80 Euro pro Person, günstig. Zeitlich war bei uns weder Robben Island noch ein Heliflug drinnen. Das heißt für uns, dass wir definitiv wieder mal nach Kapstadt müssen.

Hafenrundfahrt

Jeden Tag legen zahlreiche Boote für kürzere und längere Hafenrundfahrten ab. Wir haben uns für eine etwas kürzere Fahrt entschieden. Vom Wasser aus hat man einen sensationellen Blick auf den Tafelberg.

Kosten: ab 4 Euro aufwärts

 

 

# Der Tafelberg

Mit dem Tafelberg ist das so eine Sache. Selbst wenn keine einzige Wolke über den Berg hängt, kann es sein, dass es heißt: Sorry we are closed. Grund dafür sind gefährliche Winde die eine Gondelfahrt unmöglich machen.

Der Tafelberg zählt zu den sieben Naturwundern dieser Welt und ist das Wahrzeichen Kapstadts.

Wir waren für vier Tage in Kapstadt und nur an einem Tag war es möglich mit der Gondel hoch zu fahren. Wir haben den Tafelberg daher noch spontan abends eingeplant.

Tipp: Nehmt euch eine Jacke oder warmen Pullover mit auf den Berg. Es kann empfindlich kühler sein.

Beim rauffahren auf den Berg mussten wir uns nicht anstellen, aber bergab hat es dann etwas gedauert. Da wir den Sonnenuntergang nicht alleine genosen haben, wollten auch ein paar andere wieder nacht unten. Die Gondel dreht sich bei der Fahrt um die eigene Achse. Jeder kommt so zu den besten Ausblicken auf der 5-minütigen Fahrt.

Man kann den Tafelberg natürlich auch zu Fuß erklimmen. Aber Vorsicht, der Aufstieg ist schwieriger als es scheint. Erkundigt euch am besten vorher genau über die verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten und Schwierigkeitsgrade.

Ich fand es so unglaublich magisch, dass ich sogar beim Schreiben und der Erinnerung an den Tafelberg eine Gänsehaut bekomme.

Für die aktuellen Eintrittspreise sowie Öffnungszeiten besucht am besten die Website des Table Mountain Nationalparks.

#Lions Head

Seinen Namen verdankt der Lions Head seiner charkakteristischen Felsform. Wir haben vom Lion Head am frühen Morgen den Blick auf den Tafelberg genossen und sind in diesem Naturparadies etwas spazieren gegangen. Am Wochenende ist gefühlt ganz Kapstadt rund um den Lions Head und auf dem Signal Hill auf den Beinen und treibt Sport.

 

#Stadtspaziergang durch das Zentrum von Kapstadt

Etwas Zeit sollte man auf jeden Fall für einen Spaziergang durch das Stadtzentrum von Kapstadt einplanen. Hier gibt es unzählige tolle Restaurants und am zentralen Platz, dem Greenmarket Square, einen netten Kustmarkt..

Nach einem kurzen Spaiergang erreicht man von hier das farbenprächtige Viertel Boo-Kaap. Hier wohnen Großteils Kapmalaien die ihre Häuser bunt angestrichen haben.

La Parada Tapas Bar im Zentrum von Kapstadt

#Camps Bay: Unser Ausgangspunkt

Wir haben in Camps Bay, einem Stadtteil von Kapstadt, unser Lager aufgeschlagen. Camps Bay hat einen tollen Strand und viele Restaurants in denen man abends superschön Essen gehen kann und einen Cocktail genießen kann.

 

Finchely Guesthouse

Wir haben den Ausblick vom Zimmer aus Meer in vollen Zügen genossen und auch den Tafelberg konnten wir von der großzügigen Terrasse aus sehen. Das Preisleistungsverhältnis hat super gestimmt. Schön war, dass wir abends das Auto auch mal stehen lassen konnten, um in einem der zahlreichen Restaurants zu essen.

 

 

Fazit

Ich liebe Kapstadt. Ich liebe Südafrika. Sobald sich mir wieder die Gelegenhet bietet will ich dieses wunderbare Land bereisen. Es gibt alleine in der Kapregion so viel zu entdecken, dass man hier schon ein paar Wochen, wenn nicht Monate verbringen könnte.

 

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