Inside Neapel: Amore, Pizza und das Meer

Inside Neapel: Amore, Pizza und das Meer

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Mit Neapel verbindet man im ersten Moment nicht nur positive Dinge wie Pizza, Strand und Meer, sondern auch ein gewaltiges Müllproblem und die Mafia. Anfang August haben wir ein verlängertes Wochenende genutzt und uns einen Eindruck über die Stadt am Golf von Neapel verschafft. Neapel hat mich mit seinem morbiden Charme überrascht. Bereits nach angenehmen 1,5 Stunden Flug erreicht man Neapel. In Neapel selbst wird Napoletano gesprochen. Ein Slang den teilweise nicht mal die Italiener selbst verstehen. Im österreichischen wäre es vergleichbar mit dem vorarlbergischen. Vom Müllproblem gab es nichts zu sehen – zumindest nicht in der Innenstadt.

In Nepel heisst es: Keine Angst vor Kohlehydraten

Die beste Pizza

Ein Besuch in Neapel zahlt sich schon alleine wegen der Pizza aus. Neapel ist die Geburtsstadt der Pizza. Diese wurde angeblich anlässlich des Besuchs von Königin Margherita im Jahre 1889 von der Pizzeria Brandi erfunden. Die Pizzas in der Pizzeria Brandi sind wirklich super lecker und auch preislich sehr in Ordnung. Wir haben uns für ein spätes Lunch bei Brandi entschieden und bekamen ohne Wartezeit einen Tisch.

 

Bei allen bekannten Pizzerias heißt es aber leider oft Schlange stehen, außerhalb der Hauptessenszeiten bekommt man leichter einen TIsch. Aber keine Angst, ihr verspasst die beste Pizza der Stadt nicht! Ihr findet sie in Neapel an fast jeder Straßenecke.

Habt ihr schon mal einen echten Banksy gesehen? In Neapel gibt es einen an der Piazza Gerolomini bei der Pizzeria dal Presidente. Hier kann man gemütlich seine Pizza essen und über die Madonna mit der Pistole von Banksy philosophieren. Ob das Graffiti wohl eine Anspielung auf die Verflechtungen der Mafia mit der Kirche sind?

Weitere bekannte Pizzerias sind die Antica Pizzeria e Friggitoria di Matteo, hier war sogar einst Bill Clinton zu Gast, und die Pizzeria Da Michele.

 

Ein weiteres kulinarische Highlight: frittierte Pizza und Pizza a Portafoglio

Ja richtig gelesen, in Neapel gibt es frittierte Pizza (Pizzetta fritta) an Straßenständen zu kaufen. Einer der beliebtesten und zentral gelegensten ist der Antica Pizza Fritta da Zia Esterina Sorbillo in der Via Toledo. Hier bildet sich oft eine kleine Schlange. Ich würde alles geben, um jetzt in diese Köstlichkeit beißen zu können. Das wäre echt einmal eine tolle Geschäftsidee für die lokale Imbissbudengastronomie.

Für alle die von Pizzas in Neapel nicht genug bekommen können ist die Pizza a Portafoglio genau das Richtige. Die Pizza wird einfach zusammengefaltet und ist dann so groß wie ein Portemonnaie/Geldbörse und passt in jede Hand – quasi eine Pizza to go.

 

Sightseeing in und um Neapel

Stadtspaziergang

Es lohnt sich in Neapel viel umher zu wandern und die Stadt zu Fuß zu erkunden. Auf der Via Toledo lässt sich beispielsweise gut shoppen. Am Ende der Via Toledo befindet sich der wunderschöne Piazza del Plebiscito. Von hier aus ist es dann nur noch ein Katzensprung zur Uferpromenade oder zur Galleria Borbonica (Neapels Unterwelt).

Abends haben es mir die engen Altstadtgassen mit ihren unzähligen Kirchen, Palazzos und Restaurants angetan. Zum einen gibt es die Via Port’Alba die dann in die Via dei Tribunali mündet und zum anderen verläuft parallel dazu der Corso Umberto. Die Via San Gregorio Armeno verbindet diese zwei Gassen miteinander. Die Via San Gregorio Armeno ist die Straße der Krippenbauer. Hier findet man allerlei kuriose Figuren die man sich zu Weihnachten in die Krippe setzen kann.

 

Neapels Untergrund

Neapel ist fast zur Gänze mit einem Höhlen- und Tunnelsystem versehen. Im 2. Weltkrieg dienten weite Teile davon als Schutz für die Bevölkerung. Einige Teile dieses unterirdischen Systems kann man heute Besichtigen. Wenn an der Oberfläche das Thermometer die 30 Grad Marke erreicht, ist es im Untergrund angenehm kühl.

Wir haben die Galleria Borbonica besucht. Errichtet wurde das unterirdische Tunnelsystem als Fluchtweg für den Bourbonenkönig im 19. Jahrhundert. Die unterirdischen Gänge wurden aber nie gänzlich fertiggestellt und auch nie als Fluchtweg genutzt. Vielmehr fanden Sie im 2. Weltkrieg ihren Nutzen als Schutz für die Bevölkerung. Später wurden hier auch beschlagnahmte Fahrzeuge abgestellt. Man kann die verschiedensten Touren buchen. Am besten ihr informiert euch vorab auf deren Website.

Einen weiteren Zugang zu Neapels weit verzweigtem Untergrund gibt es hier: https://www.napolisotterranea.org/en/naples-underground/

Castel Sant’Elmo

Nepael ist sehr hügelig. Zum Glück führen Schrägseilaufzüge in den oberen Teil der Stadt. Die Station Augusteo befindet sich direkt an der Via Toledo (einer beliebten Einkaufsstraße) und bringt einen mehr oder weniger direkt zum Castel Sant’Elmo. Tickets für den Aufzug kauft man bei der Trafik ums Eck. Den Rest des Weges kann man dann noch bequem ein paar Rolltreppen nehmen, die entlang der Straße verlaufen. Das Castel Sant’Elmo ist für mich das Highlight von Neapel. Von hier oben hat man einen gewaltigen Ausblick über die Stadt und den Golf von Neapel. Wer möchte kann vom hier zu Fuß zurück in die Stadt laufen – es geht nur bergab.

 

Castel dell’Ovo (Eierburg) & die Uferpromenade

Die Eierburg steht sehr imposant direkt am Meer. Wir haben sie nur von außen besichtigt und sind dann gemütlich an der langgezogenen Uferpromenade von Neapel entlanggeschlendert. Hier kann man wunderbar einen Aperol Spritz genießen und das bunte Treiben beobachten. Der Legende nach wurde beim Bau der Festung ein Ei ins Fundament eingebaut. Solange das Ei ganz bleibt, sollte auch Neapel vom Untergang bewahrt bleiben.

 

Drink mit Ausblick

Einen Cocktail oder Kaffee mit Ausblick kann man wunderbar auf der Dachterrasse des Grand Hotel Oriente genießen. Das Hotel Oriente ist sehr zentral gelegen und bietet auch tolle Zimmer.

 

Ein Traum: Ausflug nach Capri

Von Neapel aus bietet sich ein Ausflug nach Capri an. Die Fähren legen in den Sommermonaten fast halbstündlich ab. Man kann aber auch ein Tourpackage buchen. Alle Infos rund um Capri habe ich euch in diesem Blogbeitrag zusammengesfasst.

Traumausblick vom Monte Solaro

Yummy: Mozzarella di Bufala Campana

Von Neapel ist man sehr schnell an der Amalfiküste, aber mindestens genauso schnell ist man im wunderschönen Kampanien. Hier wird der original italienische Büffelmozzarella hergestellt. Rund um Paestum kann man zahlreiche Bauernhöfe besuchen und alles rund um das Thema Morzarella und Büffel erfahren.

Ein toller Bauernhof ist der Tenutu Vannulo. Hier könnt ihr Touren buchen. Am besten man erkundigt sich ein paar Tage vorab ob und wann englische oder deutsche Touren angeboten werden. Wer Lust hat kann auch in Paestum die oder andere Büffelspezialität verkosten. Die beste Adresse hierfür ist die Bottega del Gusto. Direkt gegenüber blickt man auch auf die Ausgrabungsstätte von Paestum. Paestum hat die drei besten erhaltenen griechischen Tempel die so dicht beieinander stehen.

Wem nach all dem guten Essen und dem anstrengenden Kulturprogramm nach Sonne und Meer ist, der wird ebenfalls in Paestum fündig. Es gibt zahlreiche Beachclubs oder man nutzt den öffentlichen Strand. Bei den Beachclubs ist meist der Parkplatz und die Liege inklusive. Die Eintrittspreise liegen bei rund 20 Euro pro Tag und Person.

 


 

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