Mariazell – ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt

Mariazell – ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt

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Mariazell liegt im grünen Herz Österreichs – der Steiermark. Zugegebenermaßen ist es im Winter hier nicht allzu grün. Dafür hat man Dank der Höhenlage gute Chancen auf weiße Weihnachten. Und genau so soll es ja auch an einem gemütlichen Adventwochenende mit Freunden sein.

 

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Anfang Dezember machten wir uns auf zur Suche nach dem Christkind. Gefunden haben wir es zwar nicht – dafür aber jede Menge Adventzauber.

 

Die Anreise mit dem neuen SX4 S-Cross von Suzuki*

Die Anfahrt nach Mariazell führt durch das wunderschöne Mostviertel und Ötscherland. In dieser Region bin ich aufgewachsen. Mit unserem Flitzer, dem Suzuki SX4 S-Cross, hat es richtig Spaß gemacht die engen Kurven etwas flotter zu nehmen.

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Dank Allrad muss man sich auch keine Gedanken machen, wenn’s mal etwas Off the Road geht. Das Auto schreit sogar förmlich nach Gatschlacken und unwegsameren Straßenstücken. Die Fahrt nach Mariazell war sehr kurzweilig, dank Apple CarPlay. Dieses Feature verbindet das iPhone direkt mit dem Auto. Und zwar so, dass freigegebene Apps vom Touchscreen des Suzukis aus gesteuert werden können. Über die Lenkradtasten kann man sogar Siri auffordern Dinge zu tun. Sei es SMS vorlesen, Kontakte anrufen, Dinge suchen oder sogar E-Mails schreiben. Immer vorausgesetzt Siri versteht einen hundertprozentig.

Zurück zum Adventausflug: es war in der Stadt schon nicht besonders warm, aber je weiter es aufs Land und in die Berge ging, umso frischer wurde es. Da freut man sich besonders, wenn der Popsch in wohlig warmen und beheizten Sitzen gebettet ist. Suzuki sei Dank war dies ebenso gewährleistet.

 

Erlaufsee

Mariazeller Advent

Mariazell wirbt mit goldenem Licht, traditioneller Weihnachtsmusik, künstlerischen Krippenfiguren und dem Duft von Lebkuchen – all das vor der malerischen Kulisse der Basilika. Alle, die es weihnachtlich kitschig lieben sind hier genau richtig, wenn die Blasmusik stündlich am großen Marktplatz Weihnachtslieder zum Besten gibt und es überall nach Weihnachten riecht. Mariazell bietet übrigens den größten traditionellen Weihnachtsmarkt Österreichs.

Mariazeller Advent

 

Todos, neben Glühwein & Co?

Zur Weihnachtszeit gibt es in Mariazell einiges zu entdecken. Vor allem rund um den beliebten und in aller Welt bekannten Lebkuchen.

Führung Lebzelterei und Wachszieherei Pirker

Ab September startet die Lebkuchen-Saison so richtig durch. In Zahlen bedeutet das, dass 20.000 Stück Lebkuchen pro Tag von Hand (!) produziert werden. Hochgerechnet werden so jährlich rund 200 Tonnen Lebkuchen produziert. Wer nun denkt, dass das meiste davon direkt in Mariazell und Umgebung Absatz findet, der irrt. Der Lebkuchen hat eine weltweite Fanschar und wird natürlich auch international verschickt.

Mariazell aus Lebkuchen
Mariazell aus Lebkuchen

 

Ein Hauptbestandteil des Lebkuchens ist Honig. Durch die enge Verbundenheit mit dem Honig und den Bienen gibt es bei der Familie Pirker auch Met (Honigwein) und Bienenwachskerzen zu kaufen.

Wusstet ihr, dass das Bienenwachs der Schweiß der Bienen ist? Für 1 kg Wachs muss eine Biene 150.000 Mal schwitzen.

Die Führung beginnt zu jeder vollen Stunde (ab 10:00 Uhr morgens). Bei der Führung geht es durch das Originalhaus, in dem die Lebkuchen von Herrn Pirker, ursprünglich hergestellt wurden. Die Tour führt einen durch die Schaubäckerei und die Kerzenzieherei. Ja, die Familie Pirker hat hier mehrere Geschäftszweige aufgebaut, die erst auf den zweiten Blick eng miteinander verbunden sind.

Während der gut einstündigen Führung, kann man schon mal Appetit bekommen. Aber keine Sorge – probieren steht ganz oben am Tourplan.

Wann: An allen Adventmarkttagen von 11:00 – 16:00 Uhr, Kosten: 5,50 Euro / Person

Fazit: Ich fand die Tour sehr spannend und preislich absolut fair (es gab immerhin Alkohol und Lebkuchen!).

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Apotheke zur Gnadenmutter

Diese zentral gelegene Apotheke ist für ihre selbsthergestellten Produkte bekannt. Hier gibt es alles, was Omas glücklich macht.

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Basilika Mariazell

Diese ist während der Adventzeit täglich von 06:00 – 19:30 Uhr geöffnet. Die Basilika ist wunderschön und strahlt eine ganz besondere Atmosphäre aus.

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In der Grotte nebenan kann man für einen Euro sich selbst, seinen Lieben und der Kirchenkasse etwas Gutes tun und Kerzen anzünden. Angeblich wird so Kranken zur Heilung verholfen, Wünsche werden erfüllt und Wunder treten ein. Rund 2.000 Kerzen werden hier täglich entzündet, frei nach dem Motto „Nutzt’s nichts, schadet’s nichts“.

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Adventkranz

Nicht zu übersehen ist der 6 Tonnen schwere Adventkranz am Marktplatz von Mariazell. Er ist der größte aufgehängte Adventkranz Europas.

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Was noch?

Das sind natürlich nicht alle Aktivitäten, die man in Mariazell machen kann. Man könnte hier bestimmt einen guten Teil der Adventzeit verbringen. Unter Mariazeller-Advent.at findet ihr noch viele mehr Ideen und Programmtipps.

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Öffnungszeiten Adventmarkt

Der Markt ist an allen 4 Adventwochenenden geöffnet:

Donnerstag und Freitag von 11:00- 19:00 Uhr

Samstag und Feiertag von 10:00 – 19:00 Uhr

Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr

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Hotels

Da Mariazell zur Weihnachtszeit ein stark frequentierter Hotspot ist, sollte man frühzeitig sein Hotel buchen. Idealerweise nächtigt man im Zentrum. Trotz Fahrverbot (Weihnachtsmarkt) darf man als Übernachtungsgast bis zu den Hotels zufahren. Dies bringt durchaus einen komfortablen Vorteil gegenüber den Tagesgästen. Diese parken auf überfüllten Parkplätzen und müssen dafür um die 5 Euro hinblättern, sowie ein gutes Stück in die Stadt laufen.

Bequem, wie ich bin, war ich froh, dass wir so mit dem Suzuki in der ersten Reihe fußfrei parken konnten.

Der Mariazeller Advent bietet auch ein paar lohnende Hotelpackages, die gebucht werden können.

 

Essen gehen

In Mariazell gibt es eine Vielzahl an tollen Restaurants. Zur Zeit des Weihnachtsmarkts lohnt es sich vorher zu reservieren.

Wir haben in Restaurant Schwarzer Adler zu Abend gegessen. Das Essen war bodenständig gut. Es werden auch abends günstige Menüs angeboten.

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Sehr gemütlich und nett sind auch das Restaurant Drei Hasen, das Brauhaus Mariazell und das Restaurant des Hotels Scherfler. Im Brauhaus kann man auf jeden Fall noch seinen Schlummertrunk nehmen, falls der Glühwein nicht gereicht hat.

 

Lurgbauer – Essen auf Sterneniveau?

Der Lurgbauer ist das kulinarische Aushängeschild in Mariazell und Umgebung. Das Interieur des Restaurants ist eine gelungene Mischung aus Moderne und Tradition. Dank der warmen Farbtöne fühlt man sich hier sehr wohl.

Das Essen ist wirklich gehoben und schmackhaft. Da gibt es nichts auszusetzen. Bei den dafür aufgerufenen Preisen darf man das aber durchaus auch erwarten.

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Jedoch hakt es leider bei Service und Konzept massiv

Es wird empfohlen im Menü zu bestellen. Das klassische 4-Gang Menü kostet 46 Euro – 72 Euro sind für das 6-Gang-Menü aufgerufen. Á la Carte ist zwar möglich, aber nicht vorgesehen und führt zu gröberen Problemen und für uns im Endeffekt dazu, dass wir hier sicher nicht wieder herkommen. Es beginnt damit, dass es uns unmöglich war die Preise der einzelnen Gänge in Erfahrung zu bringen. So z.B. kostet ein 4-Gang-Menü 46 Euro, wenn man es mit Suppe bestellt. Nimmt man statt einer Suppe eine andere Speise, so steht in der Karte, „wird ein kleiner Aufschlag verrechnet“. Wie klein der Aufschlag jedoch ist, wissen wir bis heute nicht. Auch das Servicepersonal kann oder will diese Frage nicht beantworten.

Ja die Preise sind hoch, was für die gebotene Qualität des Essens ja auch grundsätzlich in Ordnung ist. Wenn man dann aber feststellt, dass eine Suppe mit einem winzigen Griesnockerl (6,50 Euro) fast genau so viel kostet wie ein Beef Tartar vom Wagyu Rind (11 Euro) fühlt man sich etwas über den Tisch gezogen. Es drängt sich die Frage auf: Geniert man sich für die Preise, oder warum ist es so schwer diese zu kommunizieren? Selbst auf der Rechnung war eine genaue Zuordnung der Speisen nicht nachvollziehbar, da offensichtlich vom Kassensystem gewisse Kombinationen automatisch in Menüs zusammengefasst und ausgewiesen werden. Das mag günstiger sein, erlaubt aber im Anschluss nicht das Auseinanderdividieren der tatsächlich konsumierten Speisen nach Person. Zum Glück war ich mit Freunden essen und nicht mit meinem Steuerberater, so haben wir uns dann kulant und nach 20 minütiger Rechenoperation den Beträgen pro Person genähert und die Kosten aufgeteilt. Wer also vor hat sich strikt an das Menü zu halten, mag eine reibungslose Erfahrung haben, wer aber die Gänge nach Geschmack und Vorlieben kombinieren möchte, sollte sich den Besuch lieber gleich sparen.

Achtung

Taxi fahren kann teuer sein. Für die rund sechs Kilometer lange Strecke von Mariazell blättert man One Way 25 Euro hin. (Das mag auch daran gelegen haben, dass unser Besuch in Mariazell ungeplanter Weise mit dem Ski-Opening zusammengefallen ist.) Also entweder beim Wasser bleiben (wobei der Wein gut und preislich erwähnenswert fair war), oder einfach so viele Freunde mitnehmen, wie in das Taxi reinpassen (9), dann wird’s pro Kopf auch gleich günstiger.

 

Lust auf eine schöne besinnliche Adventzeit bekommen? Dann gleich für nächstes Jahr vorreservieren! Gerne beantworte ich eure Fragen auch im Detail. Schickt mir einfach eine kurze Nachricht.

 

* Die Reise fand mit freundlicher Unterstützung von Suzuki Österreich statt. Der Beitrag spiegelt aber wie immer meine persönliche Meinung wider. Großer Dank auch meiner Freundin Michi, die für uns gebucht und alles tip top organisiert hat.

 

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